Die landschaftlich reizvolle Lage am Ontariosee, das pulsierende Leben einer Weltstadt und ungezählte historische Sehenswürdigkeiten machen Toronto zu einem Muss für Kanada-Besucher. Die größte Kanadas gilt zugleich als wichtigstes Handels- und Finanzzentrum des Landes, als bedeutender Medienstandort – und wird mit mehr als 2.000 Hochhäusern auf dem nordamerikanischen Kontinent nur von New York City übertroffen.
Pelzjäger und Schnapsbrenner
Die Entwicklung zur Großstadt nahm ihren Anfang im 18. Jahrhundert. Französische Kaufleute errichteten in Toronto einen ersten Stützpunkt, bald darauf wurde der “York” benannte Ort zum beliebten Treff- und Handelspunkt von Pelzjägern. Um Verwechslungen mit “New York” zu vermeiden, wurde York 1834 in Toronto umbenannt. Zu diesem Zeitpunkt begann auch der Aufstieg der Stadt zur Spirituosenmetropole: Innerhalb weniger Jahrzehnte entstand in Toronto die größte Whiskey-Brennerei der Welt, erst 1990 wurde der Betrieb geschlossen. Auf dem Areal wurde die Fußgängerzone “Distillery District” eingerichtet, ein mittlerweile etabliertes Kultur- und Vergnügungsviertel.
Tunnelnetz verbindet Geschäftsgebäude
Das wirtschaftliche und auch kulturelle Leben von Toronto spielt sich vor allem entlang der Hauptstraße ab: Die Yonge Street ist zugleich Ausgangs- und Endpunkt einer der längsten Straßen Nordamerikas, die 1.800 Kilometer ins Landesinnere führt und ursprünglich als militärische Nachschublinie konzipiert war. Eine Besonderheit findet sich in Toronto auch unter der Erde: Das 27 Kilometer lange Tunnelsystem PATH, das unter dem Stadtteil Downtown mehr als 1.000 Geschäfte, Bürogebäude, Hotels und U-Bahn-Stationen miteinander verbindet.
Großer Bummel- und Erholungsfaktor
Weite Teile der architektonisch interessanten Bausubstanz sind in Toronto bis heute erhalten geblieben. So begegnen dem Besucher immer wieder schmale, halb freistehende Reihenhäuser aus rotem Backstein, die durch einen Erker und einen spitzen Giebel gekennzeichnet sind. Dieser “Bay-and-Gable”-Stil wurde in Toronto entwickelt. Neben dem Sightseeing hat die Stadt viel in Erholungsgebiete investiert: Zum Beispiel auf mehreren, künstlich erweiterten Inseln im Ontariosee, die als Parklandschaften mit zahlreichen Freizeiteinrichtungen angelegt wurden – und auf denen der Autoverkehr verboten ist.
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